> Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla
> Matthew Buckingham
> Ceal Floyer
> Stephen Vitiello
> Robert Langh
> ressentiment
> Marcellvs L.
> Abu Ali * Toni Serra





Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla
Returning a Sound
Videoinstallation 2004


Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla waren u.a. vertreten auf der Biennale in Venedig, der Tate Modern und im Walker Art Center, aber auch auf dem weltweit wichtigsten Dokumentarfilmfestival IDFA Amsterdam. Sie zeigen das Video RETURNING A SOUND, die Dokumentation einer subversiven Aktion am Rande eines ehemaligen militärischen Sperrgebiets der USA in ihrer Heimat Puerto Rico. Die Arbeit interpretiert politische Wahrnehmungs- und Kommunikationssysteme und problematisiert die Erfahrung von Kunst.







Matthew Buckingham
MUHHEAKANTUCK - EVERYTHING HAS A NAME
Filminstallation, 2005


Auch Matthew Buckingham, USA, pendelt zwischen Film- und Kunstwelt. Bereits in einer ganzen Reihe von Arbeiten hat er sich mit kollektiver Erinnerung auseinandergesetzt, so auch in MUHHEAKANTUCK - EVERYTHING HAS A NAME. Der anspielungsreiche und poetische 16mm Film, ein Hubschrauberflug um die Insel von Manhattan, entdeckt vergessene und verschüttete Geschichte. Buckingham: "Vergangenen Ereignissen Bedeutung zu- oder abzusprechen ist eine Art, die Gegenwart zu definieren. In diesem Sinne fungiert Erinnerung weniger als Instrument der Rückkehr und Erforschung der Vergangenheit, sondern als ein Theater, in dem wir vergangene Ereignisse hier und jetzt zur Aufführung bringen."












Ceal Floyer
UNFINISHED, 1995 - Videoinstallation
APOLLINARIS, 2005 - Videoinstallation
STEREO, 2005 - Klanginstallation

"Der nüchterne Blick auf die Realität, aber auch seine Verzerrung ins Absurde, wie der Umgang mit den Publikumserwartungen" (Artist Kunstmagazin) sind Kennzeichen der minimalistischen Arbeiten der britischen Künstlerin Ceal Floyer. Sie interessiert sich für verborgene Potentiale, das nicht Sichtbare. Dennoch schließen sich Reduktion und Poesie bei ihr nicht aus, wie etwa bei APOLLINARIS zu beobachten: Die Spritzer über einem Glas mit Sprudelwasser werden zu Hauptdarstellern einer Videoarbeit. Ebenfalls in Köln gezeigt wird UNFINISHED - ein Videoloop über das Däumchendrehen.









Stephen Vitiello
FEAR OF HIGH PLACES AND NATURAL THINGS
Klanginstallation, 2004
Stephen Vitiello (USA) ist ein Sound- und Medienkünstler, der auch als Ausstellungskurator wirkt, eine umfangreiche Diskografie aufzuweisen hat und u.a. mit Tony Oursler, Joan Jonas, Julie Mehretu, Scanner, Pauline Oliveros und Nam June Paik zusammengearbeitet hat. In seiner Arbeit interessiert ihn vor allem der physische Aspekt von Sound und dessen Potenzial, die Form und Atmosphäre eines Raumes zu definieren. In Köln stellt er FEAR OF HIGH PLACES AND NATURAL THINGS aus: Große Basslautsprecher hängen von der Decke herab, kreuzen die Stockwerke des Museums; für den Menschen akustisch nicht unmittelbar wahrnehmbare Niederfrequenztöne lassen die Lautsprecher pulsieren und werden so optisch erfahrbar.









Robert Langh
IMAGE SURFER - MONTAGE BUILDER
Interaktive Installation, 2005


Robert Langh aus Ungarn schuf zunächst Videoarbeiten und künstlerische CD-Roms bevor er sich Computer-Installationen zuwandte. Seine neueste und sehr komplexe interaktive Installation IMAGE SURFER - MONTAGE BUILDER nutzt das Internet als Bildgeber: Der Besucher manipuliert ein Panoramabild indem er eine Art Steuer mit Monitorscreen im Raum bewegt. Der Computer sammelt Massen von Bildern im Netz, die in visuelles Material verwandelt werden, ihre Unversehrtheit und Identifizierbarkeit verlieren und in das Panoramabild eingefügt werden. Es entsteht eine neue Welt der Images, ein zufälliger Konzeptualismus der im Hintergrund programmierten Suchbegriffe, die die Suche nach den Ausgangsbildern leiten.











ressentiment
ikisyon 18
Videoinstallation


Die Gruppe ressentiment aus Japan wird in Köln zunächst einmal ausführlich shoppen gehen, bevor
sie sich in situ an die Gestaltung ihres Raumes machen. Die Kölner Version von ikisyon 18 macht Gegenstände aus Ein-Euro-Läden zu Hauptakteuren eines automatischen Videos, bei dem Aufnahme, Schnitt und Vorführung vom Computer kontrolliert werden. Die Künstler von ressentiment sind an der Verschiebung vorhandener Bedeutungen und Werte interessiert, um den Betrachter zu überraschen. Die Gegenstände, die sie aussuchen, um ihre eigenen Mythologien zu erzählen, dienen als Metaphern der beobachteten Gesellschaft.













Marcellvs L.
untitle:rope
Videoinstallation 2004


Marcellvs L. aus Minas Gerais, Brasilien, mit dem Logo-artigen V im Namen, lässt mit minimalen Mitteln für den Betrachter kleine Geschichten entstehen. Häufig bildet er in seinen Arbeiten auf sehr eindringliche Art soziale Realitäten ab. Um die singuläre Wirkung des Moments zu verstärken, nutzt er vor allem Eingriffe auf der Ebene der Zeit. In Köln zeigt er eine assoziationsreiche Videoarbeit: Seile, die sich im Wasser bewegen, sind in einer Doppelprojektion scheinbar über eine Raumecke gespannt. Die Videoinstallation bezieht ihren Reiz aus dem effektvoll-minimalen visuellen Ausgangsmaterial.









Abu Ali * Toni Serra
LA NOCHE
1991 NEXT HUNDRED YEARS
BABYLON ARCHIVES * THE WAR ROOM
ISTISHARA
DHIA DIKR
LAST NIGHT DIKR
THE PARLIAMENT OF THE BIRDS
Videoinstallation/Videoarchiv


Abu Ali * Toni Serra lebt in Barcelona und Duar Msuar, Marokko. Seine Arbeiten sind sowohl in Museen wie dem Centre George Pompidou Paris, bei Medienkunst- und Filmfestivals, aber auch im Popkontext, wie etwa beim Sonar Festival, zu sehen. Im Museum für Angewandte Kunst zeigt er drei DVDs mit mehreren Filmen zum jeweiligen Themenkomplex: EL HAMDULILLAH TAPES, 1991 NEXT HUNDRED YEARS und eine DVD mit einer Auswahl aus TV CODE SERIES sowie BABYLON ARCHIVES - ein Themenblock, der u.a. digitale Trainings- und Simulationssysteme für den Kriegseinsatz dokumentiert.